Wollschweine

Alte Rasse auf neuem Grund

Deister Freiland Wollschwein ist sich am suhlen

Aufgrund seiner langen gelockten Borsten ist das aus Ungarn stammende Mangalitza-Schwein in Deutschland besser als Wollschwein bekannt. Ursprünglich wurden Wollschweine als Weide- und Marschschweine gehalten, wozu eine robuste Gesundheit und gute Gliedmaßen unerlässlich sind. Mit diesen Eigenschaften eignen sie sich auch heute noch als ideale Weide- und Freilandschweine. Dass das Wollschwein eine besonders ursprüngliche Rasse ist, wird besonders bei den Ferkeln deutlich. Diese werden mit sogenannten Frischlingsstreifen, die bei Wildschweinen typisch sind, geboren.


Bevor ab den 50er Jahren mageres Fleisch Trend wurde, war der Fettansatz eines der Hauptziele in der Schweinezucht. Im Zusammenhang mit dem Wandel der Gesellschaft war das Wollschwein in den 70er Jahren fast ausgestorben. Durch viel Engagement, unter anderem von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH), erfreut sich das Wollschwein wieder steigender Population und Beliebtheit. Um auch unseren Beitrag zur Erhaltung der Rasse zu leisten, sind wir seit 2019 Mitglied im Wollschwein-Register der GEH.


Das Fleisch des Wollschweins zeichnet sich besonders durch das intramuskuläre Fett aus, welches hervorragend als Geschmacksträger dient. Zusätzlich zu dem hohen Anteil an intramuskulärem Fett spielen auch die Zusammensetzung des Fetts und die Qualität der Muskelfasern eine entscheidende Rolle für den Geschmack. Als langsam wachsende Rasse kann das Wollschwein hier punkten. Für ein gesundes Wachstum brauchen sie vor allem hochwertiges Raufutter wie Gras und Heu, wodurch ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren erreicht wird. Unsere Schweine leben das ganze Jahr über im Freiland und werden mindestens 1 Jahr und 3 Monate alt bevor sie ihr Schlachtgewicht von etwa 90-100 kg erreicht haben. Dadurch entsteht ein zartes Muskelfleisch, das kräftig im Geschmack ist.